Aufstellung mit Pferden

Beispiel systemische Aufstellung mit Pferden


 Zukunft gestalten – Systemische Aufstellung mit Pferden

Ein Ehepaar, dessen Kinder aus dem Haus sind und die bereits um die 60 sind, möchten sich langsam eine Neuausrichtung suchen – denn so weiterarbeiten wie bisher „geht nicht“. Walter ist Allgemeinarzt auf dem Land und Beate ist freiberufliche Ernährungsberaterin, er arbeitet ca. 80 Stunden die Woche, den Patienten zuliebe - Walter kann schwer nein sagen, da ihm das Wohl der Dorfbewohner am Herzen liegt. Beide lieben Pferde und sie möchten gerne zusammen ein kleines Unternehmen aufbauen, in dem es um Ernährung und Wohlfühlen mit Pferden als CoTrainer geht. Ich bin bei ihnen auf dem Hof, wir haben ein spanisches Pferd für das Coaching und sie haben ihren Hütehund Maja dabei. Ich bitte sie, sich in der Halle so zu positionieren, wie sie zurzeit zueinander stehen. In der Mitte der Halle liegt eine Plane. Beate stellt sich in die eine Ecke der Plane, Walter in die andere. Beate erläutert, dass sie durch die Plane miteinander verbunden sind, aber jeder seinen Bereich und seinen Freiraum hat. Interessant ist nun, was das Pferd macht – und der Hund! Denn das Pferd knabbert massiv an Walter herum, der versucht es sich vom Leibe zu halten. Das Pferd zupft an seiner Jacke, es schnuppert an seinen Haaren, dann zupft es am Ärmel und kommt noch einen Schritt näher. Ich frage ihn: Ist es das, was deine Patienten mit dir machen? Sie antwortet: „Das sind hundert Prozent seine Patienten! Die haben immer irgendwelche Notfälle, immer ist es wichtig, er kann da nie Nein sagen!“ Er entgegnet: „Naja, das ernährt uns aber“.

Und was tat die Hündin? Die rannte von Frauchen zu Herrchen und wieder zurück und versuchte beide zu hüten und wieder zusammenzubringen. Es ist eine sehr unruhige Situation.

Ich bitte sie, sich nun so aufzustellen, wie sie gerne in Zukunft stehen würden. Sie rücken auf der Plane zusammen, stehen nebeneinander. Das Pferd – also die Patienten – ist immer noch da und knabbert an ihm, aber nicht mehr so vehement wie vorher. Und die Hündin hat sich 4 Meter vor die Plane hingelegt, ihren Kopf auf die Vorderpfoten und ist sichtlich entspannt – denn die Herde ist wieder zusammen. Ich frage sie, wie sich diese Konstellation anfühlt, und beide sagen: „genauso stellen wir uns das vor!“. „Wir sind wieder mehr zusammen, die Patienten sind noch da, aber nicht mehr so überpräsent und situationsdominierend wie vorher“, sagt er. „Und die Stimmung ist entspannter“, fügt sie hinzu.

Ich bitte sie, dieses Gefühl in sich zu verankern, sich zu merken, und mache ein Foto, welches sie, wie sie mir später sagen werden, abziehen lassen und aufhängen möchten, als Zielbild und als Erinnerung. Im Seminarraum danach erarbeiten wir dann noch die nächsten Schritte, wie sie sich diesem Zielbild nähern können.

Von und mit Anabel Schöder – www.eqzellent.de

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